bINSO fantastisch Award WS 2008/2009
Folgende Arbeiten haben wir im WS 2008/2009 in angegebener Reihenfolge prämiert:
1. Preis: Gruppe 4446 'The Helpful Livingroom'
Stefan Kögl, Armin Müllner, Thomas Perl
The Helpful Livingroom lässt Multimediageräte "miteinander sprechen", um so neue Funktionalitäten zu schaffen und die Steuerung von Geräten zu vereinheitlichen - und das ohne neue Hardware.
Das Mobiltelefon wird dabei als Koordinator zwischen den restlichen Multimedia-Geräten (Fernseher, Hi-Fi-Anlage, Radio) verwendet, da es einerseits ein ideales Eingabegerät ist und andererseits zur Identifikation von mehreren Benutzern dienen kann.
The Helpful Livingroom lässt sich am besten anhand zweier Anwendungsfälle erklären, die auch in einem kurzen Video zusammengefasst sind.
Man erhält einen Anruf während man fern sieht. Mit The Helpful Livingroom gibt das Handy Informationen über den Anruf an das TV-Gerät weiter. Dieses pausiert das laufende Programm und zeichnet den Rest der aktuellen Sendung im Hintergrund auf. Der Anrufer erscheint am Bildschirm und seine Stimme wird über den Fernseher oder die HiFi-Anlage ausgegeben. Die im Hintergrund aufgezeichnete Sendung wird nach dem Telefonat an der Stelle des Anrufzeitpunkts fortgesetzt.
Weiters können die Daten von Kalender-Einträge und Terminen am Bildschirm angezeigt werden. Um dieses Konzept besonders praktisch zu machen, kann man mit The Helpful Livingroom auch "einfache" Erinnerungen erstellen: Man berührt mit seinem Handy ein NFC-Tag an der Kaffee-Dose, um zehn Minuten später am Fernsehbildschirm bzw. am Handy-Display über den fertigen Kaffee informiert zu werden. Ein eventuell laufendes Fernsehprogramm wird wieder pausiert, bis der Benutzer den Kaffee geholt hat und per Knopfdruck die Sendung fortsetzt.
Diese beiden Beispiele illustrieren die vielen Möglichkeiten, die sich mit The Helpful Livingroom aus der Verbindung von einzelnen weit verbreiteten Geräten ergeben. Anstatt eines neuen Geräts wird versucht, bestehende Hardware möglichst gut wiederzuverwenden.
2. Preis: Gruppe 4463 'elSpigél'
Fabian Ehrentraud, Lukas Kavicky
Jeder kennt ihn, fast jeder benutzt ihn und niemand sieht darin etwasAußergewöhnliches. Den Spiegel.
Aber was passiert, wenn man einem Spiegel Augen und ein Gehirn dazuzaubert? Ein Märchen. Der elSpiegél.
Der elSpigél ist ein digital erweiterter Badezimmerspiegel. Er erkenntwelcher Benutzer davorsteht und passt seine angezeigten Inhaltedementsprechend an. Im gesamten Spiegelbild kann der elSpiegél Text,Bilder oder Videos anzeigen, vollkommen nach Wunsch der Benutzer. Erverfügt über eine Internetverbindung und Lautsprecher und ermöglichtden Zugang zu allen Webseiten, RSS Feeds, Podcasts und Musik. Es istauch möglich, weitere Gadgets zu installieren und so die Funktionenunendlich zu erweitern. Ein API für Software-Entwickler steht auch zurVerfügung.Das Ausmaß der Möglichkeiten ist fast unerschöpflich und reicht vomAnzeigen aller heutigen Termine, dem aktuellsten Wetterbericht, Lesenvon Emails bis zur Mode-Beratung. Und das alles beim Zähneputzen,Rasieren oder Schminken und spart somit Zeit. Kleine Kinder könnendurch ein Tutorial interaktiv lernen, wie man sich die Zähne richtigputzt - und das sogar mit ihrem Lieblings-Pokemon.Die eingebaute Kamera bietet noch einiges mehr. Egal ob beimSchminken, Rasieren oder Hairstyling, die eingebauten Zoom- undRückansicht-Funktionen sind sehr nützlich. Die Tryout-Funktionermöglicht eine Auswahl aus einer Datenbank von Haar- oderKosmetikstylings und ermöglicht es ein Preview anzeigen lassen, wieman mit solchen Modeneuheiten aussehen würde.
Der elSpiegél lässt sich intuitiv steuern, lediglich mit Handgesten.Zwei eingebaute Kameras nehmen die Bewegungen auf und verarbeiten sie.Zuerst muss der Befehlseingabemodus aktiviert werden, um die Aktionenvon normalen Bewegungen unterscheiden zu können - man bewegt einfacheine offene Hand auf den Spiegel zu. Danach kann man schon mit HändenObjekte drehen, vergrößern oder verkleinern, mit Freiluft-Klickenauswählen und vieles mehr.
„Spieglein, Spieglein an der Wand: Sag mir, wer ist die schönste imganzen Land?“ fragte die Königin im Märchen ihren Spiegel. DerelSpiegél kann nicht nur diese Frage beantworten, sondern auch dieFotos von Miss World 2009 anzeigen und vieles mehr, was die Königinnur beneiden würde.
3. Preis: Gruppe 4460 'Spider Lamp'
Herbert Brunner, Karin Popp, Christoph Zehetner
Spider Lamp ist eine Lampe, die sich nach Ausfall einer konfigurierbaren Anzahl von Leuchten in eine wählbare Höhe des Raums bewegt. Die Einstellungen können einerseits bei der Lampe selbst getroffen werden, aber auch mittels Fernsteuerung in Aktion gesetzt werden.
Die Spider Lamp kann bis zu einem definierten Maß - von der Decke entfernt - automatisch gesenkt werden, rein zur Signalisierung mit Hilfe von Dioden, dass Leuchten ausgetauscht gehören. Die Höhe wird dabei mittels integrierten Seilzug am Sockel der herabgelassen und bis zum einstellbaren Maximalmaß für den Austausch weiter gesenkt werden. Für die Steuerung werden unabhängige Stromkreise eingesetzt, die intervallweise mittels Luxmeter abgefragt werden, ob die Leistung noch abgefragt wird.
Unser Konzept wendet sich an unterschiedliche kleinere Zielgruppen. Einerseits bietet die Lampe für Personen im hohen Alter, die es schwer haben Leuchten zu wechseln, eine Komfort sowie eine Gefahrenreduktion. Dies trifft auch auf die Zielgruppe Rollstuhlfahrer zu, die auf die Hilfe anderer angewiesen sind und somit ein Gefühl von Unabhängigkeit vermittelt bekommen. Die dritte Zielgruppe lehnt sich an den betrieblich Gebrauch, wobei Hausmeister in ihrer Tätigkeit unterstützt werden, vor allem in Gebäuden mit hohen Decken oder sogar Ballsälen. Dabei kann mittels einer Fernsteuerung mehrere Lampen angesprochen werden, indem die Infrarotschnittstelle auf der jeweiligen Lampe angesprochen wird.








