bINSO fantastisch Award WS 2006/2007

Folgende Arbeiten haben wir im WS 2006/2007 in angegebener Reihenfolge prämiert:

1.Preis: Gruppe 2736 'aqua Vision'

Stefan Bachl, Philip Staud, Mario Zrno

Unser Konzept zum Thema "Energy Awareness" befasst sich mit der Thematik des Wasserverbrauchs im Haushalt. aquaVision zielt darauf ab, das Bewusstsein für die Menge sowie den Energieaufwand zur Erwärmung des verbrauchten Wassers zu wecken. Es soll dem Benutzer die Möglichkeit geben, über den persönlichen Verbrauch von Wasser zu reflektieren, indem Daten visualisiert werden, die sonst nicht sichtbar sind.

Im Gegensatz zur herkömmlichen Badewanne kann die verbrauchte Menge Wasser bei Verwendung einer Dusche nicht leicht eingeschätzt werden, da das verwendete Wasser sofort abrinnt. Damit dem Benutzer sein (normalerweise versteckter) Verbrauch bewusst wird, simuliert unser Konzept die verbrauchte Menge von Wasser sowie dessen Temperatur durch eine Visualisierung an der Duschkabine. Die Visualisierung zeigt die verbrauchte Wassermenge, die sich bei Verschluss des Abflusses in der Dusche sammeln würde.

Dreht der Benutzer der Dusche den Wasserhahn auf, so steigt der Wasserpegel der Visualisierung mit dem Verbrauch des Wassers an. Wird der Wasserfluss unterbrochen, so bleibt der Wasserstand erhalten. Erst wenn das Ende des Duschvorganges durch Öffnen der Duschkabine signalisiert wird, beginnt sich der visualisierte Wasserpegel langsam zu senken, ähnlich wie in einer Badewanne, in der der "Stöpsel herausgezogen" wird.

Durch die Färbung des Wassers kann der Anteil des verwendeten Warmwassers nachvollzogen werden. So färbt sich das visualisierte Wasser, ausgehend von einer hellblauen Farbe, desto stärker rot ein, je mehr warmes Wasser verbraucht wird.

Zusätzlich kann der Höchststand des Wassers angezeigt werden, den man im Laufe der Zeit erreicht hat. Alternativ könnte der Stand des letzten Duschvorganges dargestellt werden. So bekommt der Benutzer von Anfang an ein Gefühl, in welchem Wasserverbrauch-Bereich er sich befindet.

Alternativen und Erweiterungen wären Höchstmarken für einzelne Familienmitglieder, um eine Art Wettkampf um den geringsten Wasserbrauch entstehen zu lassen, oder den Gesamtverbrauch des Wassers pro Monat durch einen Fortschrittsbalken darzustellen.

Die Realisierung unseres Konzepts ist in naher Zukunft vorstellbar, wenn biegbare OLED-Displays vorhanden sind. Erste Entwicklungen in diese Richtung sind heute schon vorhanden.

 

2.Preis: Gruppe 2746 'm-EGG-ic'

Robert Bogic, Astrid Gernedl, Florian Leberbauer

Mit m-EGG-ic lässt sich jeder Fernseher, Cd-Player, DVD-Player etc. im Handumdrehen bedienen. Dabei können folgende Funktionen ausgeführt werden:

(1) Lautstärkenregelung (2) Kanalwahl/Songauswahl (3) Wiedergabe (4) Stopp (5) Vorwärts und Rückwärts spulen

m-EGG-ic wird durch die Wärme, die über die Hände abgegeben wird aktiviert. Durch Reibung kann man das jeweilige Gerät einstellen. Je nachdem welches Gerät angesteuert wird ändert das Ei seine Farbe. Für die Wiedergabe des gewünschten Gerätes muss das m-EGG-ic auseinander gebrochen werden. Für die Kanal- oder Songauswahl, Lautstärkenregelung und Vorwärts/Rückwärts spulen muss ein Knopf, der sich auf der Eispitze befindet gedrückt werden. Die jeweilige Funktion wird durch wiederholtes Drücken des Knopfes auf der Eifläche dargestellt. Dabei erscheint auf der einen Eihälfte das Zeichen für das "Herunterschalten" und auf der anderen Hälfte das Zeichen für das "Hinaufschalten", eines Kanals, der Lautstärke usw.

Um jetzt die jeweilige Funktion auszuführen, muss entweder die linke oder rechte Hälfte des Eies geschüttelt werden. Schüttelt man die linke so wird, falls man die Funktion Lautstärkenregelung ausgewählt hat die Lautstärke verringert. Schüttelt man die rechte Hälfte, so dreht man die Lautstärke hoch. Das gleiche Verfahren gilt für die anderen Funktionen. Um zu wissen ob man jetzt links oder rechts schütteln muss werden die entsprechenden Zeichen nach Auswahl der Funktion auf der "Schale" angezeigt.

Um das jeweilige Gerät wieder abzuschalten werden die 2 Eihälften einfach wieder aufeinander gesetzt.

Mit Hilfe von Infrarot, Bewegungs- und Wärmesensoren und der notwendigen Mechanik kann hier ein leicht umgängliches und innovatives Bedienungsgerät für den Haushalt zum Einsatz kommen.

 

3.Preis: Gruppe 2740 'economicBOOK'

Thomas Baumann, Daniel Bründl, Bernhard Tinkl

Unser Ansatz verfolgt die Idee, den Energieverbrauch eines Gerätes im Standby-Modus bzw. im Leerlauf darzustellen und den Besitzer den jeweiligen Zustand bewusst zu machen. Einer der größten Energieverschwendungen im Haushalt sind auf Standby laufende Geräte. Dies sind vor allem Bildschirme bei Computern und Fernsehern, aber auch Radios und Küchengeräte. Unserer Idee war, den Energieverbrauch, über die Zeit durch Farben darzustellen. Wechselt ein Gerät in den Standby-Modus leuchtet, je nach Gerät, irgendwo sichtbar, eine farbige Lampe auf. Die Farbe der Lampe verändert sich mit der Zeit und geht schließlich auf aggressiv auffallendes Blinken übergehen.

Hierbei haben wir als Prototypen einen Laptop gebastelt, das "economicBOOK", da derzeit besonders in diesem Sektor das Thema "Energiesparen" eine große Rolle spielt.

So haben wir in unser "economicBOOK" Leucht-Dioden in drei verschiedenen Farben eingebaut. In einer realen Umsetzung können dann mehrere Farben vorhanden sein mit einem Farbverlauf von z. B. Grün nach Rot.

Ist das "economicBOOK" eingeschaltet und es wird darauf gearbeitet, sind die Dioden ausgeschaltet. Auch wenn das Gerät komplett abgeschaltet ist, leuchten die Dioden nicht. Nur wenn das Gerät im Leerlauf ist, fangen die Lämpchen zu leuchten an. Zu Beginn in einer dezenten Farbe, aber mit der Zeit sollte verändern sich die Farbe. Je länger das Gerät im Standby-Zustand ist, desto greller und auffallender soll die Farbe sein. So wäre zum Beispiel die erste Farbveränderung nach zwei Minuten zu empfehlen. Rot blinken würde das Gerät dann nach ca. 10 Minuten. Dies sollte den Benutzer dazu veranlassen das Gerät auszuschalten.

Zusätzlich sollte bei den Geräten, bei denen es sinnvoll ist, auch eine Anzeige des Energieverbrauches immer sichtbar vorhanden sein. Dies ist insbesondere bei unserem Laptop zweckmäßig, weil man verschiedene energieintensive Einstellungen wie WLAN oder die Helligkeit des Bildschirmes manuell verändern kann. So lässt sich vor allem bei langen Betriebszeiten, wo keine Ansteckmöglichkeit zur Verfügung steht (z.B. Zugfahrten), bewusst Energie sparen, weil der Benutzer den genauen Energieverbrauch vor Augen hat.

 

Erwähnung für originelles Prototyping: Gruppe 2760 'Halunken'

Michael Hofer, Stefan Huber, Bernd Pussecker

Bei den "3 Halunken" handelt es sich um ein Dekorationsobjekt mit "Energy Awareness" Funktionalität. Das Objekt besteht aus drei puppenähnlichen Figuren die nebeneinander auf einem Sockel platziert sind. Die Figuren beherrschen die Darstellung einer Reihe von Emotionen von Traurigkeit bis zu begeisterter Freude.

Die "3 Halunken" stehen für die wichtigsten Energieverbraucher im Haushalt: Heizung, Wasser und Strom. Für jede dieser Energiearten existiert eine Puppe die einen Angestellten ("Zählerstandableser") des jeweiligen Energieunternehmens repräsentiert. Die blaue Figur steht für den Wasserzählerableser, die gelbe für den Stromzählerableser, und die braune Figur für den Wärme-/Heizungsableser. Je mehr Energie der jeweiligen Energieart man momentan verbraucht, desto freudiger präsentiert sich der jeweilige "Halunke". Bei niedrigem Verbrauch lässt er hingegen traurig den Kopf hängen.

Die Puppen sind aus Stoff und Kunststoff gefertigt und auf einem Sockel befestigt der gleichzeitig auch als Gehäuse für die Steuerungselektronik dient. Mimik und Gestik der Puppen können durch Motoren gesteuert werden. Die Informationen über den momentanen Energieverbrauch werden über Sensoren direkt beim jeweiligen Verbraucherzähler (Wasserzähler, Gaszähler,...) abgegriffen und per Funk an das Puppen-Modul übertragen.