bINSO Award WS 2004/2005
Folgende Arbeiten haben wir in angegebener Reihenfolge prämiert:
1.Preis Gruppe 1025 - Stormrider
Maximilian Schmid, Christian Fischl, Berthold Kremser
Beim Projekt Stromrider ging es uns vor allem um die Erweiterung klassischer Medien um neue Möglichkeiten der modernen Telekommunikationstechnologie. Zu diesem Zweck wurde eine Bauanleitung auf Papier um einen Kommunikationskanal zu einem Servicecenter per Sprach- und Datenverbindung ergänzt.
Falls der Techniker, zum Beispiel einer Baufirma, vor Ort Schwierigkeiten mit der Interpretation des Bauplanes hat, kann er durch einfaches Markieren einer bestimmten Baugruppe dem Servicecenter mitteilen, wo explizit Klärungsbedarf besteht. Auf der Gegenseite wird derselbe Bereich des Planes hervorgehoben. Durch diese Lokalisierungsmaßname und die parallel bestehende Sprachverbindung wird die Problemlösung beschleunigt. Es wird jedoch nicht auf die vertraute Haptik eines Planes aus Papier verzichtet.
Durch die Verwendung eines klassischen Mediums, das nur im Hintergrund mit modernen Technologien angereichert wurde, sind keine aufwändigen Schulungsmaßnahmen erforderlich. Personen, welche weniger vertraut im Umgang mit Computersystemen sind, haben daher keine Schwierigkeiten das Interface zu bedienen. Die für die Lösung des Problems erforderlichen Werkzeuge sind bereits im Plan selbst integriert.
2. Preis Gruppe 971 - Write Phone
Florian Cervenka, Michael Havlicek, René Philipp Heindl
Die Handhabung dieses Mobilfunktelefons ist sehr simpel. Man schreibt mit der Kullispitze einfach die Nummer auf, die man anrufen möchte und schon wird gewählt. Wird man angerufen kann man durch Drücken des schwarzen Knopfs abheben. Das Mikrofon ist im Mundstück und im letzten Loch ist der Lautsprecher untergebracht.
Wird ein Name und anschließend eine Nummer geschrieben, während das vorletzte Loch zugehalten wird, wird beides gespeichert und durch schreiben des Namens wird die dazu gespeicherte Nummer gewählt. SMS senden ist auch durch niederschreiben möglich. Allerdings muss hierbei das dritte Loch von unten zugehalten werden, während man den Text schreibt. Nach dem Loslassen des Loches nur noch die Nummer schreiben und schon wird die SMS versendet. Da es kein Display gibt müssen empfangene SMS vorgelesen werden, doch die neue Texterkennung hat damit keine Probleme. Außerdem kann man zwischen mehreren Stimmen wählen (über das zweite Loch von oben kommt man ins Menü hinein).
Als Standardklingelton haben sich die Entwickler für die Zauberflöte entschieden die mit Konzertlautstärke abgespielt wird. Das Write-Phone ist für Leute die einfach Auffallen wollen, egal wodurch.
3. Preis Gruppe 980 - Sony Sx
Ismail Cihat, Stefan Schallerl, Oswald Sedlacek
Mobiltelefone werden immer leistungsstärker und vielfältiger. Die Rechenleistung und der Funktionsumfang eines Smartphones kann mit dem nur wenige Jahre alter Desktoprechner mithalten. Der große Vorteil – die Portabilität – entsteht aus der geringen Größe dieser Geräte, gleichzeitig liegen darin auch die größten Nachteile – die nicht technischer Natur sind. Auch wenn auf dem Gerät eine Tabellenkalkulation läuft, so ist der Nutzen durch die geringe Bildschirmgröße und die umständliche Dateneingabe beschränkt.
Mit dem Entwurf des Sony Sx versuchen wir, diese Begrenzungen zu umgehen, während die Vorteile erhalten bleiben sollen. Das Gerät hat die Form von mehreren übereinander liegenden Kugeln, welche horizontal und vertikal rotierbar sind. Bei jeder dieser Kugeln handelt es sich entweder um eine Kamera oder einen Projektor. Die Projektoren dienen nicht nur zur Ausgabe der Daten an Wände oder Tischflächen, sondern dienen auch dazu, mögliche und zur Anwendung passende Interfaces darzustellen (Tastaturen, …). Die Eingabe passiert durch Bilderkennung der Kamera – wenn z.B. der Benutzer auf die Tasten der virtuellen, projizierten Tastatur drückt oder durch Handzeichen.
Zum einfachen telefonieren dagegen bleibt das Handy in der Tasche, drahtlos verbunden mit einer Freisprechanlage, welche sich als Schmuck tarnt oder direkt am Hörnerv hängt.
Die technischen Grundlagen für das Sony Sx sind heute bereits alle Realität – was noch fehlt ist genug Rechenleistung für Bilderkennung, starke Projektoren im Miniformat und eine kleine, leistungsfähige Energiequelle.
Erwähnungen für originelles Prototyping
Arbeiten, die in der Ausführung nicht so vollständig und fertiggedacht waren, uns aber trotzdem sehr positiv aufgefallen sind, erhalten eine besondere Erwähnung für "originelles experimentelles Prototyping":













