[InTo] Innovating Towns
Die Forschungsgruppe INTO (Innovating Towns) beschäftigt sich hauptsächlich mit dem Themenbereich E-Government. Unsere Forschungsarbeit konzentriert sich unter anderem derzeit auf folgende Themengebiete:
- Technologien im E-Government
- E-Administration (elektronischer Akt)
- E-Participation (insbesondere E-Voting)
- E-Assistance
Folgende Spezialthemen stehen akutell zur Bearbeitung im Zuge einer Masterarbeit bzw eines Praktikums bereit. Bei Interesse an einem dieser Themen senden Sie bitte ein E-Mail unter Beifügung Ihres Lebenslaufes, welcher zumindest Ihre persönlichen Daten, Ihre Studienrichtung und Matrikelnummer enthält, an die INTO-Gruppe. Zusätzlich sollte dieses Mail eine kurze Darstellung Ihrer Motivation für das ausgewählte Thema enthalten. Nach Rücksprache besteht gegebenenfalls auch die Möglichkeit, einen eigenen Themenvorschlag zu bearbeiten. Beachten Sie dabei bitte, dass dieser einen entsprechenden wissenschaftlichen Neuheitswert aufweisen muss.
Eine Bewerbung ist jederzeit möglich und nicht an bestimmte Termine im Semester gebunden.
E-Government
Konzeption und prototypische Implementierung eines Webfrontends zur Gewährung von Akteneinsicht (PR + BA)
Im Zuge dieser Arbeit soll ein Webfrontend zur Umsetzung der Möglichkeit einer Online-Akteneinsicht für ein behördliches Verfahren konzipiert und prototypisch implementiert werden. Die Arbeit soll sich einerseits mit den Gefahren eines solchen „offenen“ Zugangs zu internen Akten auseinandersetzen, sich mit den Möglichkeiten einer automatisierten Benutzerdatenvergabe einschließlich deren Übermittlung an den Betroffenen und entsprechenden Sicherheitvorkehrungen, welche es ermöglichen, Missbräuche zumindest erkennen zu können, auseinandersetzten. Weiters soll auch ein entsprechendes (schlankes) Backend implementiert werden, welches es einem Sachbearbeiter ermöglicht, bestimmte Aktionen auszulösen. Weiters sollte im Backend (zu Testzwecken nur) 1 standardisierter Testprozess hinterlegt werden, der vom Sachbearbeiter „abgearbeitet“ werden kann. Jedem Schritt in diesem Prozess sollen entsprechende Metainformationen hinterlegt werden, welche es einem Bürger neben der Einsicht in die Akten auch ermöglicht, den Status des aktuellen Bearbeitungsverlaufs einzusehen.
Elektronische Zustellung
Entwicklung eines Systems zur Synchronisation mehrerer zentraler Verzeichnisdienste (DA)
In vielen Ländern der EU werden eine Vielzahl von zentralen Verzeichnisdiensten zu unterschiedlichsten Zwecken betrieben. Für eine europaweite Integration bestimmter Services ist es notwendig, solche Verzeichnisdienste in den verschiedenen Ländern zu synchronisieren. Problem dabei ist, dass diese Services einander nicht unbedingt "kennen" müssen, sondern es sich um ein offenes System handeln muss. Weiters müssen sich zeitlich überschneidende Aktualisierungen technisch ausgeschlossen werden, sodass in jedem einzelnen Service die Informationen immer am neuesten Stand sind (zB Latenzzeiten müssen berücksichtigt werden).
Dieser Umstand soll durch Nutzung eines zentralen Zeitstempeldienstes ausgeschlossen werden, bei welchem vor einer (geplanten) Notifikation aller anderen Verzeichnisdienste eine Art "Zeitmarke" abgeholt werden soll, die bei jeder Aktualisierung an ein anderes Service mitgeliefert werden muss. Dieser zentrale Dienst soll auch alle am System teilnehmenden Dienste kennen und die entsprechenden Zertifikate für sichere SSL-Verbindungen und Prüfung digitaler Signaturen global zur Verfügung stellen.
Im Zuge der Arbeit soll ein solches System entwickelt und prototypisch implementiert werden. Dabei sind insbesondere mögliche Missbrauchsszenarien zu berücksichtigen und Gegenstrategien zu entwickeln. Weites müssen die Authentizität, Integrität und Vertraulichkeit der ausgetauschten Daten durch Einsatz von PKI gesichert werden. Die Kommunikation soll über offene Protokolle (z. B. SOAP) abgewickelt werden und die entsprechende Schnittstellendefinition ausgearbeitet werden.
Voraussetzungen: Erfahrung mit der Entwicklung verteilter Systeme, Kenntnisse in PKI-basierten Kommunikationen, Interesse an sorgfältiger Arbeit
Full-time Beschäftigung mit diesem Thema ist Voraussetzung
Implementierung eines zentralen webbasierten Verzeichnisdienstes (DA, BA)
Im Zuge dieser Arbeit soll ein zentraler webbasierter Verzeichnisdienst entwickelt werden, der für die gesamte österreichische Verwaltung bestimmte Personen verwaltet, die ihre Einwilligung dafür gegeben haben, dass behördliche Dokumente auch an sie zugestellt werden können. Zu jeder dieser Personen sollen bestimmte Daten gespeichert werden können und von berechtigten Benutzern eingetragen oder abgerufen werden können. Dieser Dienst ist für das gesamte System die zentrale Verwaltungsstelle und stellt daher einen Single Point of Failure dar, was entsprechend in der Konzeption zu berücksichtigen ist. Die gesamte Kommunikation mit diesem Dienst soll über Webservices erfolgen. Der gesamte Umfang der Arbeit besteht (je nach Art der Arbeit) grob darin, eine detaillierte Anforderungsanalyse durchzuführen, Gefahren und Sicherheitsrisiken zu identifizieren, Gegenmaßnahmen zu entwickeln und eine prototypische Implementierung zu entwickeln.
Themen in Bearbeitung
- Entwicklung eines Tools zur assoziativen Abfrage von nationalen Rechtsvorschriften und entsprechenden EU-Normen
- Entwicklung einer webbasierten Mailclient-Oberfläche
- Entwicklung einer Anmeldeapplikation zur erstmaligen Anmeldung bei einem (behördlichen) Informationssystem (PR)
- Vergleich von Javascript-Bibliotheken für grafische Darstellungen in Browsern (PR)
Abgeschlossene Themen
- Entwicklung einer Open-Source Scanapplikation für große Dokumentenmengen (PR)
- Anbindung von Office-Produkten an die MOA-ZS (PR)
- Konzeption eines Anforderungskataloges an das E-Government-Gütesiegel (DA)
- Literaturrecherche E-Government allgemein (PR)
- Evaluierung verschiedener Technologien auf deren Tauglichkeit zur Gestaltung und Wartung von Benutzerhandbüchern (BA)
- Automatisierte Bescheiderstellung mittels Latex (PR)
- Konzeption eines Anforderungskataloges an ein Bundes-ELAK-System (DA)
- Entwicklung einer webbasierten Mailclient-Benutzeroberfläche (PR)
- Einführung der Amtssignatur in einer Behörde (BA)
- Entwicklung einer LDAP-Umgebung zur Ablage von Studierendendaten



